Audiobearbeitungsprogramme
  • Welches Audiobearbeitungsprogramm könnt Ihr mir empfehlen?
    Ich will eins erwerben sollte um selber
    - Lieder als auch
    - Geräusche zu erzeugen.
    Ich bin dabei auf folgende Programme gestoßen: ableton, reason, fl studio und cubase
    Da ich ziemlicher Einsteiger in der Richtung bin habe ich mich gefragt, welches Programm leicht zu erlernen und zu bedienen ist, aber dennoch viele gute Funktionen hat vor allem mit virtuellen Instrumenten...

    Ich danke euch im voraus.
    lg Patenkind
  • hi patenkind!

    ich denke, dass es eine frage des persönlichen geschmacks ist, für welches programm du dich entscheidest.
    cubase ist ein 'monster'. damit will ich nicht sagen, dass es merklich schwerer zu bedienen ist, als die anderen protagonisten. einarbeiten musst du dich so oder so in alle. und die grundlegende funktionsweise eines sequenzers lässt dich später auch intuitiv alle anderen kollegen bedienen, wenn sie sich dir erst einmal erschlossen hat.

    reason hat eine begrenzte anzahl von virtuellen geräten, die du durch kombinieren zu allerlei soundgewitter überreden kannst.

    mit reason abzujammen macht mir persönlich großen spaß. es hängt vielleicht auch mit der art der musik zusammen, die du vorhast, zum leben zu erwecken.

    in meinen augen ist ableton auch nur ein aufgeblasenes magix musicmaker. man zieht samples hierhin und dahin und verknötert noch live-effekte dazu.
    das programm kann sicherlich viel viel mehr als das, ich habe mich aber noch nicht intensiv mit der demo befasst. is auch quatsch, weil ich alles habe, um mich auszutoben.

    letztlich gibt es zwei entscheidende faktoren:

    1. wieviel willst du ausgeben
    2. welches programm fühlt sich 'gut' an

    zweiteres kannst du probieren, indem du dir mal sämtliche demoversionen installierst und vielleicht auch auf youtube ein paar videos zur software anschaust.

    grüße
  • nachtrag:

    für sämtliche sequenzersoftware, die es erlauben, vst-instrumente einzubinden, ist die anzahl der möglichen instrumente und klangerzeuger gegen unendlich.
    es gibt tausende freeware vst instrumente, die man einbinden kann.

    reason fällt da hinten runter, weil es keine vsts einbinden kann.

    es kann aber seinerseits als vst 'instrument' in andere programme eingebunden werden (reWire als stichwort).

    vielleicht gibts ja auch freeware vst-hosts (also programme, die vst-instrumente laden können). dann könntest du jede menge geld sparen.
  • 1. das sollte dieses mal keine große Rolle spielen
    2. von Cubase gibts leider keine Demo und wenn das wirklich richtig komplex ist, fällt cubase raus
    "ableton auch nur ein aufgeblasenes magix musicmaker" -> Ist dann wohl nicht geeignet
    "reason hat eine begrenzte anzahl von virtuellen geräten" -> Schade, damit fällt es auch raus! Oder sind das ein Haufen?
    Ich werde mal fruity Loops von fl Studio testen, hoffe mal, dass das was ist...
  • was für musik willste denn machen?
  • Zum rumspielen und probieren ist FL keine schlechte Wahl, quasi die eierlegende Wollmilchsau. Kann man schnell mal was mit machen, ohne groß Ahnung zu haben. Damit's dann gut wird und man die Möglichkeiten ausnutzt muss man dann aber doch Zeit investieren.
    Kann dir als eingefleischter Linuxer natürlich empfehlen, es einmal mit Ubuntustudio zu versuchen. Da ist Software für jeden Zweck dabei, von ganz simpel bis hochprofessionell. Weitere Programme sind schnell installiert und es gibt jede Menge Support von der Community. Allerdings ist das ganze mit etwas Einarbeitung verbunden - die sich aber lohnt, zumal die Programme alle nichts kosten.
  • @pan Ich will eigentlich Filmmusik machen. Wenn es dann auch noch gut funktioniert vielleicht auch etwas Irisches.
    Ich habe aber da auch wirklich kaum Ahnung wie ich das anstellen werde...
    @Fukked Up Linux hab ich auch zum alternativen booten auf meiner Festplatte. Aber da will ich eher auch der Windowsschiene bleiben, da eben die meisten Windows haben. Auch wenn ich mal später vll. Beruflich in die Richtung gehe...
    Ich habe mir die FL Demo noch nicht angeschaut, werde es aber bis Freitag erledigt haben. Was denkt Ihr wäre die 2. Wahl für mich?
  • filmmusik ist ein weites feld. die filmmusik von 'berlin calling' zum beispiel ist ziemlich elektronisch. die filmmusik von 'die fabelhafte welt der amelie' besteht aus klavierstücken.

    ich denke aber, dass du für filmmusik so oder so ein materkeyboard mit mehr als 25 tasten brauchst, weil es da schon um weitumfassende oktaven geht, die du schnell erreichen können solltest beim einspielen.
    klar geht das letztlich sogar ganz ohne masterkeyboard, indem du im sequenzer alles mit der maus machst, aber den richtigen flow erreicht man dann doch erst, wenn man spielt, was man da macht.

    ich mag deinen optimismus total.

    vielleicht wäre es für den anfang wirklich sinnvoll, erstmal mit ner nicht ganz so teuren software anzufangen und diese mit einem masterkeyboard, dass ja auch erstmal gekauft sein will, zu bespielen.

    das masterkeyboard ist ne investition, die kein fehler wird, weil man es für immer an jeder soft benutzen kann und wird.

    langfristig spricht in meinen augen alles für cubase in kombination mit guten vsti. native instruments sind da ganz weit vorn mit dabei.
    aber das hobby frisst dann ganz schnell unmengen an kohle.

    also: masterkeyboard und was billiges an soft für den anfang. dann siehste erstmal, ob das alles überhaupt was für dich ist.
  • Kannst das ja auch andersrum aufziehen: Zu den meisten etwas professionelleren Soundkarten gibts schon ein paar abgespeckte Programme dazu. Als VST-Host taugen die allemal und VST Instrumente gibts genug umsonst. Invesiterst du 50-100,- in eine vernünftige Soundkarte, lohnt sich auf jeden Fall, dann kannst du erstmal ausprobieren, was dir gefällt. Wenn du eh schon Linux draufhast, spricht aber nichts dagegen einmal Rosegarden, LMMS, Ardour, LADSPA-Plugins, Hydrogen, JAMin und nen rt-kernel zu installieren. Welche Distro hast du denn? Dass die meisten Windows haben stimmt zwar, ist aber kein Problem, sowohl Wave als auch Midi Dateien sind eigentlich auf beiden Systemen Standard. Die Lernkurve ist auf jeden Fall steiler und man könnte problemlos zurückwechseln, kenn nur niemanden, der das auch will. Dafür ists umsonst und es gibt viele gute Programme, zum Ausprobieren eigentlich nicht verkehrt.
    Zum Masterkeyboard: Ist vielleicht besser eins mit eigener Klangerzeugung zu nehmen, da kann man auch einfach mal drauf spielen ohne jedes Mal den PC hochfahren zu müssen.
  • Erst mal danke für die Empfehlungen!
    Also ich habe Zuang zu nem Klavier. Kann aber nicht spielen...
    Das wird mir mit dem Masterkeyboard wohl ähnlich gehen.
    Da müsste ich ja wirklich anfangen Musik zu spielen da hab ich irgendwie keine Affinität zu realen Instrumenten. Deshalb wollte ich es a virtuell machen^^
    Ich bin immer noch nicht dazugekommen mich in FL einzuarbeiten, aber dazu hab ich auch kaum Zeit, bin im Urlaub...
    Ich habe auf jeden Fall Ubuntu drauf, allerdings hab ich da ziemlich wenig freien Speicher eingestellt. Und die Installationen sind einfach nervig.
    Also ich will da schon im Windows Bereich bleiben.
    Ich werde jetzt mal mit der Demo arbeiten und schauen ob mir das liegt, aber wie heist es so schön: Übung macht den Meister.
    Kennt Ihr für FL gute Video Tuts auf Deutsch?
    Oder auch was allgemeines zur Kompositon von Liedern?
    Damit ich mal Basics habe und dann darauf ausbauen kann...

    "ich mag deinen optimismus total."
    Ich auch^^
    "vernünftige Soundkarte, lohnt sich auf jeden Fall" Ich habe nen Laptop, da geht sowas ziemlich schlecht...
  • Patenkind said:
    Das wird mir mit dem Masterkeyboard wohl ähnlich gehen.

    Du musst nicht Keyboard spielen können...
    Es ist nur viel einfacher die Software mit einem Keyboard zu steuern als mit der Maus. Man muss dann nicht jeden Ton mit der Maus an die richtige Stelle klicken.
    Patenkind said:
    Und die Installationen sind einfach nervig.

    ?? schau mal unter http://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_Studio
    dauert 5 Minuten und du hast alle gängigen audiobearbeitungsprogramme drauf.
    Ansonsten öffne den Paketmanager deiner Wahl, ich nehm meist synaptic, und gib "audio" ein, der spuckt dir nen Haufen Programme aus, du wählst die aus, und mit einem Klick installierst du z.B. 140 Programme.
    Das ist im Gegensatz zu Windows, wo man Programme meist aus dubiosen Quellen bezieht und gelegentlich mal auf eine Abofalle reinfällt, dann jedes Programm einzeln installiert, 10x OK klickt und danach alle Einstellungen durcheinander sind, doch sehr viel einfacher und bequemer.
    Am besten find ich immer, mit frisch installiertem Windows mit dem IE nach Antivirensoftware zu googlen.
    Patenkind said:
    "vernünftige Soundkarte, lohnt sich auf jeden Fall" Ich habe nen Laptop, da geht sowas ziemlich schlecht...

    USB oder Firewire. Ich hab z.B. ein Tascam US-144 das hat zwei XLR-Mikrofoneingänge mit Phantomspeisung, Midi, dicke Regler zum alles bequem einstellen und Hardware Monitoring, das man stufenlos mit dem anderen Output zusammenmischen kann. Klingt sehr gut, viel besser als onboard sound und ist 10 mal so vielseitig. Gibt auch andere mit der Ausstattung z.B. Edirol UA-25(FX?), das ist sogar nochmal ein Bisschen besser.
  • Ich wusste das gar nicht, dass es extrene Soundkarten gibt, danke für den Tipp!
    Ist zwar gut gemeint mit Linux aber wie schon gesagt werde ich mich erst mal um FL kümmern.
    Kannst du mir nen gutes Masterkeyboard empfehlen? Da kenn ich mich echt 0% aus.
    "Am besten find ich immer, mit frisch installiertem Windows mit dem IE nach Antivirensoftware zu googlen." Das hat wohl jeder hinter sich^^
  • Kann dir nichts empfehlen, weil ich sicherlich andere Ansprüche hätte als du. Ich hab mal Klavier gelernt und würde deshalb 88 gewichtete Tasten mit Anschlagdynamik haben wollen, sonst spiel ich immer über den Rand raus. Zum Ausprobieren sollte es für jemanden, der nicht Klavier spielen kann, auch mit weniger gehen, ich würde sagen, alles mit Anschlagdynamik+Midi sollte reichen, Anzahl der Tasten kannst du von deinem Budget abhängig machen. Außerdem solltest du dich fragen, ob es einen eigenen Klangerzeuger für Standalone Betrieb haben muss. Das klingt in der Billigliga meist eher schlecht und kostet, weil ja dann auch Lautsprecher und Verstärker eingebaut werden müssen. Dafür kann man auch einfach mal ohne PC spielen.
  • [quote=Patenkind]Da müsste ich ja wirklich anfangen Musik zu spielen da hab ich irgendwie keine Affinität zu realen Instrumenten. Deshalb wollte ich es a virtuell machen^^[/quote]

    Das wird nicht wirklich funktionieren. Mit dem Sequencer zu arbeiten, ist die abstrakteste und auf der anderen Seite direkteste -solche Paradoxa gibt's auch nur in der Musik- Art und Weise, deine musikalischen Vorstellungen in Klang umzusetzen. Nur, ohne Ahnung davon, wie's konkret geht, wird kaum Musik dabei herauskommen, höchstens Geräusch, Das kommt mir vor, wie "ich kann nicht zeichnen, da probier ich's halt mit Bildhauerei". Das wird genausowenig etwas, denn wenn ich keine Form in 2D auf Papier hinbekomme, brauche ich gar nicht erst mit Marmorblock & Meissel anzufangen, eine dreidimensionale zu erschaffen. Weil mir die komplette Abstraktions- bzw. Entwurfsphase fehlt.
    Aber lass' dich nicht davon abhalten. Kleiner Tip: wenn's nichts rechtes wird, dan ist es "Experimental" und wenn's nicht mal dafür taugt, "Ambient"...
    :devil: